{"id":293,"date":"2022-10-23T19:04:00","date_gmt":"2022-10-23T19:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.danielahorn.com\/?p=293"},"modified":"2022-10-29T08:19:43","modified_gmt":"2022-10-29T08:19:43","slug":"portugal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/old.danielahorn.com\/index.php\/2022\/10\/23\/portugal\/","title":{"rendered":"Ol\u00e1 Portugal!"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Sonne &amp; Wind an der Algarve<\/strong><\/h2>\n<p>Noch etwas Sonne tanken im Oktober, bevor der Winter kommt,\u00a0 Freunde in Alentejo &amp; Lissabon besuchen und den Lifestyle der digitalen Nomadin ausprobieren, so war die Idee f\u00fcr die Reise. Zun\u00e4chst bin ich nach Faro geflogen, in Basel regnete es in Str\u00f6men, Temparaturen waren um die zehn Grad. Im Easyjet Flieger hat es noch freie Pl\u00e4tze, die Hochsaison scheint vorbei zu sein. Neben mir sitzt ein irisches Rentner P\u00e4rchen, welches sich ein Apartment in der N\u00e4he von Faro gekauft hat und dort hin pendelt, um sich die kalten Wintermonate zu verk\u00fcrzen und den Ruhestand in der W\u00e4rme zu geniessen. Die Preise f\u00fcr den Hauskauf steigen laut ihren Aussagen in Portugal an, das Dach des Apartments soll mit Solarpanels ausgestattet werden, wenn\u2019s gut geht f\u00fcr 3000 Euro, damit die Strom- und Heizkosten in Irland eingespart werden k\u00f6nnen. Klang vern\u00fcnftig. Dass das hin- und herpendeln mit Easyjet zwar nicht so umweltfreundlich sei, habe ich nicht angemerkt. Zu symphatisch war das P\u00e4rchen und ihre Tipps f\u00fcr Faro und das Umland und zu aufregend die Landschaft unter uns. Beide freuen sich wie kleine Kinder auf die sonnige W\u00e4rme in ihrer Wunschdestination, mich eingeschlossen. Wir landeten und w\u00fcnschten uns eine gute Zeit.<\/p>\n<h2><strong>Faro<\/strong><\/h2>\n<p>In Faro weht ein warmer Wind und die Sonne strahlt bei 26 Grad im Oktober und zaubert einem ein fettes Grinsen ins Gesicht. Der erste Gedanke &#8211; es war ein guter Entscheid, hierher zu kommen und den Sommer um ein paar Wochen zu verl\u00e4ngern. Zwei N\u00e4chte wollte ich hier bleiben und dann weiter nach Lagos, um zumindest einen kleinen Eindruck von der umschw\u00e4rmten Algarve zu bekommen. Zu Hause erntete ich zun\u00e4chst Stirnrunzeln, als ich Freunden die Idee von Faro erz\u00e4hlte &#8211; warum denn in Faro bleiben, da gibts doch nur den Flughafen, das rentiert sich nicht, fahr lieber gleich weiter an der K\u00fcste! Viele Touristen machen es so, sie ziehen gleich weiter an der Algarve entlang, mit gemietetem Auto oder Camping Bus. Ich wollte trotzdem kurz hier bleiben, verschnaufen und ankommen. Obwohl der Flug so kurz ist, aber die \u00fcber 1000 km wollen doch verdaut werden, ich werde owohl \u00e4lter. Ausserdem mag ich St\u00e4dte, die noch nicht so viel Marketing abbekommen haben. Mit dem Lokal Bus Nr 16 sollte es vom Flughafen aus in die Stadt gehen. Dort findet man jedoch nur ein Schild mit Pfeil, die Bushaltestelle ist nicht direkt ausgeschildert, das wird noch \u00f6fters der Fall sein, welcome to Portugal;) Also einfach den anderen Touries nach, die werden es schon wissen. Durch zuh\u00f6ren und nachfragen best\u00e4tigte sich, hier geht&#8217;s in die Stadt. Nur kam der Bus nicht. Der sei \u00f6fters zu sp\u00e4t, weil er erst an den Strand f\u00e4hrt war die Antwort des gesch\u00e4ftigen Kontrolleurs, der Tickets an der Haltestelle verkaufte. Allerdings f\u00fcr den Alsa-Bus, der uns Touries f\u00fcr 3,50 Euro statt 2,35 Euro mitnimmt. Etwas komfortabler die Sitze und er f\u00e4hrt uns in 20 Minuten direkt an den Busterminal in Faro. Der erste Blick aus dem Fenster streift den Flughafen, dann eine Kunstinstallation an einem Verkehrskreisel, Skulpturen von Reisenden, die in den Himmel schauen und die Flugzeuge beobachten. Kunst am Kreisel wird es auf der Reise noch \u00f6fters geben. Dann die Autobahn, es folgt der Vorort Montenegro mit h\u00fcbschen H\u00e4usern und etwas holprigen Strassen und dann ging es vorbei an der\u00a0 Einkaufsmeile Faro Forum mit Kinopalast und Decathlon.<\/p>\n<h2><strong>Altstadt Faro<\/strong><\/h2>\n<p>Faro empf\u00e4ngt den Besucher mit Herzchen Logo und Strassenmusikern am Hafen. Mir gef\u00e4llt die Hauptstadt der Algarve. Auf dem Weg vom Rodoviario Terminal zur Jugendherberge geht\u2019s \u00fcber gemusterte Pflastersteine vorbei an kleinen Caf\u00e9s, dem Hafen und kleinen L\u00e4den, alles sehr \u00fcberschaubar, die H\u00e4user nicht h\u00f6her als 3 oder 5 Stockwerke, Kacheln schm\u00fccken die Fassaden, die Atmosph\u00e4re entspannt, es herrscht eine gesunde Mischung zwischen Touristen und Einheimischen, wie es auf den ersten Blick aussieht. Die H\u00e4user sind teils renoviert, oder befinden sich gerade im Umbau, das St\u00e4dtchen wird anscheinend gerade aufgeh\u00fcbscht, es m\u00f6chte sich als Kulturhauptstadt 2027 bewerben, da muss noch etwas Makeup aufgetragen und das Fitnessstudio besucht werden;)<\/p>\n<p>Zur Jugendherberge geht&#8217;s an einem sehr h\u00fcbschen Park vorbei, Jardim de Alameda, Joao de Deus, gegen\u00fcber befindet sich das Polizeipr\u00e4sidium, man f\u00fchlt sich sicher. Im Stadt-Park gibt es kleine Teiche, \u00fcber hundertj\u00e4hrige B\u00e4ume und einen sehr sch\u00f6ne neo-arabische Fassade, welche als Eingrang zur Stadtbibliothek &#8211; Bibliothequa Municipal &#8211; dient. Pfauen spazieren schreiend durch den Park, beim Quiosque de Deus kann man sich bei einem Kaffe im Schatten der B\u00e4ume erholen.<\/p>\n<h2><strong>Pousada Juventude Faro<\/strong><\/h2>\n<p>Bist du mittlerweile nicht zu alt f\u00fcr eine Jugendherberge oder ein Hostel? Die Frage h\u00f6re ich oft, wenn ich zu Haus von meinen Reisen erz\u00e4hle. Und eigentlich &#8211; ja, wahrscheinlich schon. Und das hochklettern ins Stockbett f\u00e4llt auch nicht mehr so leicht wie fr\u00fcher. Aber immer wieder zieht es mich dorthin, weil sie g\u00fcnstig, zweckm\u00e4ssig und mit Fr\u00fchst\u00fcck sind und ich tags\u00fcber meist eh so viel unterwegs bin, dass ich abends einfach todm\u00fcde ins Bett ffalle und mir Komfort nicht so wichtig ist. Ausserdem trifft man meistens nette Leute dort, welchen man in anonymen Hotelzimmern nicht begegnen w\u00fcrde. Die Frau an der Rezeption der Pousada Juventude empf\u00e4ngt uns herzlich, sie hat f\u00fcr jeden einen Spruch auf den Lippen und ist die Mama f\u00fcr alle, man f\u00fchlt sich willkommen und gleich zu Haus, vor mir checkt gerade eine spanische M\u00e4delsgruppe ein. Das Geb\u00e4ude wurde schon l\u00e4nger nicht mehr renoviert, es ist im Jugendherbergs-Style der 70er Jahre h\u00e4ngen geblieben. Mich st\u00f6rt es nicht. Daf\u00fcr gibts Fr\u00fchst\u00fcck, Holzbetten und schnelles WLAN, nette Zimmernachbarinnen und sogar Fernsehen im Aufenthaltsraum, eine Mini-K\u00fcche und eine grosse Terrasse. Der Supermarkt Continente ist gleich nebenan. Also alles, was das alternde Backpacker Herz begehrt;)<\/p>\n<h3>Ladies Dorm<\/h3>\n<p>Einen Luxus g\u00f6nne ich mir mittlerweile &#8211; Frauenzimmer, sobald es welche hat. Die sind oft ruhiger und entspannter als gemischte Zimmer, Jungs feiern gern auf Reisen. Dieses Zimmer teile ich mit Yuka, einer Japanerin um die 30, welche ihren Job zu Haus gek\u00fcndigt hat und auf Europareise ist. Sie hatte keine Lust mehr, zu hoher Leistungsdruck im eigenen Land, dazu die strengen Corona-Kontrollen, sie m\u00f6chte eine Pause und Europa entdecken und in die W\u00e4rme, dem Winter entkommen. Es gef\u00e4llt ihr bisher sehr gut, in Spanien und Marrokko war sie bereits, letzteres gefiel es ihr nicht so, zu viele aufdringliche M\u00e4nner und un\u00fcbersichtliche St\u00e4dte. Aber dorthin muss sie zur\u00fcck, weil sie ihren IPad im Hostel vergessen hat. Wie, einfach mal kurz zur\u00fcck nach Marokko?? Ja, das w\u00e4re nicht weit, in 3 Tagen locker zu schaffen. Zuerst von Faro nach Tavira mit dem Zug, dann weiter \u00fcber den Fluss mit dem Bus nach Sevilla, von dort nach Tarifa und dann r\u00fcber nach Marrokko mit der F\u00e4hre. Wow, sounds like Japanese style travelling;) Und das alles wollte sie mit ihrem riesigen Koffer bew\u00e4ltigen. Aber Tatsache, wir hatten danach noch geschrieben und sie hat es tats\u00e4chlich geschafft und war \u00fcbergl\u00fccklich. Respekt. Crazy japanese women \ud83d\ude09 Eine andere Zimmernachbarin war Portugiesin, sie hatte vor 2 Wochen ihr Studium angefangen und war verzweifelt auf Zimmersuche. Sie konnte bisher nichts finden, weil die Mietpreise f\u00fcr Portugisen in dieser Region fast nicht mehr zu bezahlen sind. Maximal 150 Euro pro Monat war ihr Budget, das klang utopisch, vor allem wenn man aus der Schweiz kommt. Aber das Durchschnittsgehalt ist in Portugal immer noch sehr tief und liegt zwischen 700-1200 Euro. Kaum zu glauben, dass sich die Leute \u00fcberhaupt eine Wohnung leisten k\u00f6nnen. Deshalb w\u00fcrden oft mehrere Generationen zusammen wohnen, meinte sie. Sie war etwas k.o. Vom Zwei St\u00fcndigen Pendeln, und vom Studi-Leben und vom Studieren. Bei den Erstsemestern ist in den ersten Wochen die H\u00f6lle los, sie ziehen durch die St\u00e4dte und feiern ordentlich, eine Art Aufnahmeritual. Sie hatte sich dabei eine Erk\u00e4ltung eingefangen. Am letzten Tag dann die positive Nachricht, sie hat ein Zimmer in Faro gefunden und kann es sich mit einer anderen Studentin teilen. Eine andere Zimmernachbarin kam aus Taiwan, hat gerade an ihrer PHD-Arbeit in Psychologie geschrieben und sich in die Vanillet\u00f6rtchen in Portugal verliebt, die vierte Mitbewohnerin hat nicht viel erz\u00e4hlt, sie sass strickend im Bett. Welcome to backpacker ladies dorm \ud83d\ude09<\/p>\n<h3><strong>Digitale Nomadin<\/strong><\/h3>\n<p>Diesmal wollte ich es als digitale Nomadin probieren, habe den Laptop und etwas Arbeit mit im Gep\u00e4ck. Die erste Challenge- einen ruhigen Arbeitsplatz f\u00fcr den n\u00e4chsten Morgen finden, weil ich dann eine Online-Deutsch Stunde geben musste. Dank meiner sehr netten Zimmernachbarin konnte ich im Zimmer ein Mini-B\u00fcro einrichten und hatte hier Ruhe und WLAN. Zwar etwas improvisiert, aber es hat funktioniert. Und das Wlan war sogar schneller als zu Hause &#8211; Meo Premium Wifi. Sonst w\u00e4re es auch im Aufenthaltsraum oder in der Bibliothek nebenan gegangen, das habe ich am n\u00e4chsten Tag rausgefunden. Der Fokus verschiebt sich, wenn man die Arbeit mit im Gep\u00e4ck hat. Nicht zuerst die Sehensw\u00fcrdigkeiten oder netten Restaurants oder die Landschaft werden wahr genommen, sondern man schaut nach ruhigen Ecken, Steckdosen und Wifi..etwas strange, aber irgendwie auch interessant. Man muss sich den Tag selbst strukturieren, hat nat\u00fcrlich zun\u00e4chst viel mehr Ablenkungen, weil der Ort neu ist, muss sich in der Stadt orientieren und versuchen, sich zurecht zu finden und die fremde Sprache zu verstehen. Klima- und unterschiedliche Zeitzonen spielen eine Rolle und wenn dann noch ein Termin oder Deadline im Nacken sitzt kann es schon mal sportlich werden in einer neuen Stadt. Aber man m\u00f6chte ja flexibel arbeiten;) Am Nachmittag hatte ich dann frei f\u00fcr eine kleine Sightseeingtour. Mit Kirchen und Burgen hab ich\u2019s nicht so, mich interessiert meist zuerst die Atmosph\u00e4re der Stadt, Streetart und Kunst an einem neuen Ort sowie Zwischennutzungen und die Natur.<\/p>\n<h3>Urban Art in Faro<\/h3>\n<p>In Faro gibt es auf den ersten Blick nicht so viel Streetart, oft ein Zeichen der Gentrifizierung. Hinter der Jugendherberge befand sich ein grosses Mural von <em>Filipe Coelho<\/em>, CRIACT stand darunter. Der Streetartist <em>Karot<\/em> ist sehr pr\u00e4sent in dem St\u00e4dtchen, seine Karotten mit dem Aufruf zum veganen Leben sieht man an jedem Eck. Hinter dem\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.ccvalg.pt\/public\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Centro Ci\u00eancia Viva do Algarve<\/a> befanden sich zwei Murals an der Mauer, welche man vor allem vom blauen Zug der durch Faro f\u00e4hrt und vom Boot aus sieht, kleinere Pasteups findet man auch von <em>Costha<\/em>. Von <em>Dutch the butt<\/em>\u00a0findet man auch \u00f6fters kleine Graffitis in der Stadt. <em>Wast<\/em> und <em>Kam<\/em> sprayen hier ebenfalls. Eine alte Fabrik am Bhf fiel mir auf &#8211; die <em>F\u00e1brica da Cerveja Faro<\/em>. Hier soll anscheinend ein kreativer Ort entstehen im Rahmen des Antrags als Europas Kulturhauptstadt 2027: <a href=\"https:\/\/www.faro2027.eu\/fabrica-cerveja-building.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Faro 2027<\/a><\/p>\n<p>Beim Spazieren durch die Stadt traf ich auf einen \u00e4lteren Mann, welcher mit seinem Hund Gassi ging. Ich habe gerade versucht, an einem Haus die Texte einer kleinen Foto-Collage an einer Hauswand zu entziffern. Der Mann blieb stehen und erkl\u00e4rte mir, dass hier der bekannte Schuhputzer aus Faro wohnt, welcher auch K\u00fcnstler ist und von den Bewohnern des Quartiers eine Collage erstellt hat, um zu zeigen, wer hier wohnt. Der Hund putzte sich derweil sein Ohr, der Mann hatte ein wettergegerbtes Gesicht, nicht mehr alle Z\u00e4hne im Mund. Er w\u00fcnschte mir einen sch\u00f6nen Tag. Durch solche Reisebegegnungen kommt man langsam an an dem Ort, den man oft nur durch die Tourie-Brille streift und sonst schnell weiterzieht.<\/p>\n<p>Weitere Infos zur Streetart in Faro findet man auf dem Blog von Sarah Toon: <a href=\"https:\/\/www.toonsarah-travels.blog\/gallery-art-on-the-streets-of-faro\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Streetart in Faro<\/a><\/p>\n<h3>Praia de Faro und Rio Farmosa<\/h3>\n<p>Der Bus Nr. 16 f\u00e4hrt\u00a0 an den Strand Praia de Faro und die F\u00e4hre f\u00e4hrt einen ebenfalls dorthin. Die F\u00e4hre ist auf jeden Fall einen Ausflug wert, schon allein die zwei F\u00e4hrim\u00e4nner sind eine Attraktion. Sie erinnern an Sancho und Pancho, schnacken gern mit den G\u00e4sten in gebrochenem Englisch und drehen auch gern mal die Musik bei der Fahrt auf. Naturschutzgebiet? Egal. Hauptsache die Fahrt macht Spass. Manchmal landet man auch aus Versehen auf einer Sandbank. Es wird sich kurz entschuldigt, gelacht, der erste Schock der Touristen verfliegt und die F\u00e4hre tuckert weiter. Die F\u00e4hre wird auch von den Lokals benutzt, sei es f\u00fcr den Schul- oder Arbeitsweg.<\/p>\n<p>Am Praia de Faro wurde ich von einem riesigen Mural von <em>Bordhalo II<\/em> \u00fcberrascht, es zeigt ein Seepferdchen an einem Wasserturm, mitten auf einem Campingplatz und soll an die bedrohten Tierarten an der Algarve erinnern.<\/p>\n<p>Das Naturschutzgebiet Rio Farmosa befindet sich direkt beim Strand- ein Feuchtgebeit, welches verschiedene Vogelarten, darunter St\u00f6rche, Flamingos und Graureiher sowie verschiedene Fischarten, Krebse und sogar Cam\u00e4leons beherbergt. Leider steckt der Naturschutz und das Umweltbewusstsein in Portugal generell noch in den Kinderschuhen. In den Lagunen sieht man viel M\u00fcll herumliegen, die Landstrasse f\u00fchrt direkt durchs Naturschutzgebiet und der Flughafen ist keine 10km entfernt, sodass Autos und Flugzeuge \u00fcber die Tiere hinwegbrausen. Entsprechend wenig Tiere bekommt man zu Gesicht.<\/p>\n<p>Der Strand ist megasch\u00f6n, kilometerweit zieht er sich kerzengrade an der K\u00fcste bis nach Spanien entlang, die Wellen im Oktober k\u00f6nnen schon etwas h\u00f6her werden, sie haben ordentlich Zug, sind aber ok. Das Meer um die gef\u00fchlten 19 Grad. Duch die L\u00e4nge des Strandes hat man viel Platz, hier gibt es nicht so viele Leute, es f\u00fcllt sich erst gegen Nachmittag, ist aber nicht \u00fcberlaufen. Sch\u00f6n ist auch, dass noch keine Hotelburgen oder megaviele Restaurants das Bild st\u00f6ren. L\u00e4uft man am Strand entlang gibt es kleinere Cafes, z.b. das Cafe de Ze, wo man riesige Sandwiches und Getr\u00e4nke bekommt. Wenn man Richtung Rio Farmosa l\u00e4uft kommt man an einem sehr kleinen ehemaligen Fischerdorf vorbei. Auf den ersten Blick sieht es herzig aus, kleine, 1 St\u00f6ckige H\u00e4user mit kleinem Vorgarten. Auf den zweiten Blick sieht man jedoch die Armut. Zusammengezimmerte, provisorisch geflickte Unterk\u00fcnfte, manchmal ist man nicht sicher ob hier \u00fcberhaupt noch jemand wohnt, wohnen kann. Zwei \u00e4ltere M\u00e4nner habe ich beim Arbeiten gesehen. Vielleicht ehemalige Fischer. Einen der Fischer am Meer habe ich angesprochen. Ein Portugiese, um die 60, braungebrannt. Ob er Bacalhau fange, habe ich naiv gefragt, etwas besseres ist mir nicht eingefallen. Er lacht. Nein. Eher Seezunge und Seebarsch, wenn er Gl\u00fcck hat. Eigentlich ist er nur zum Spass hier, er betreibt Angeln als Sport, zum entspannen und relaxen, er wohnt eigentlich in Deutschland seit 40 Jahren und seit der Pension ist er immer \u00f6fter hier, hat sich ein Apartment gekauft. Fr\u00fcher ist er regelm\u00e4ssig gependelt, weil die Fl\u00fcge oft nur 5 Euro gekostet haben, jetzt gibt es diese Preise fast nicht mehr, aber jetzt hat er auch mehr Zeit. Er war Direktor an einer Schule in Deutschland. F\u00e4ngt er keinen Fisch, geht er zum Markt, dort gibts genug;) Moderne Fischer gastieren am Fischermans Trail, die Zeiten \u00e4ndern sich.<\/p>\n<p>Eine Frau im Restaurant sprach mich an, ob ich kurz auf ihre Tasche aufpassen k\u00f6nnte. Sie kam aus Deutschland. Sp\u00e4ter lud sie mich zu einem Glas Wein ein. Als sie bestellte, sprach sie Portugisisch. Ja, sie hatte fr\u00fcher mit ihrer Familie ein Hotel in Monjuic. Aber wegen den 2 Jahren Corona mussten sie schliessen. Sie konnten es nicht halten. Ihre T\u00f6chter sind nun fast erwachsen, sie sind wieder zur\u00fcck nach Bayern gezogen, kommen aber immer noch sehr gerne in die Ferien hierher.<\/p>\n<p>Das ist das sch\u00f6ne am alleine Reisen. Man zieht zwar alleine los, trifft auf dem Weg aber die unterschiedlichsten Leute und bunte Geschichten.<\/p>\n<p>In Faro selbst fand abends eine riesige Herbstmesse statt, f\u00fcr Kinder ein Paradies und f\u00fcr die Erwachsenen gabs portugisische handfeste K\u00f6stlichkeiten, Bifana, Fisch, Piscaoes, S\u00fcssigkeiten und viel Bier und Musik.<\/p>\n<h3><strong>Olh\u00e3o &#8211; Kubistische Architektur und Streetart<\/strong><\/h3>\n<p>Mit dem Zug oder Bus kann man in 15 Minuten nach Olh\u00e3o fahren, er liegt an der sog. &#8222;Sandalgarve&#8220;, die bis zur spanischen Grenze reicht. Schon der Name des St\u00e4dtchens gefiel mir. \u00dcber die Streetart dort hatte ich bei <a href=\"https:\/\/worldoftravelphotography.com\/olhao-street-art\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">World of Photography<\/a> gelesen, h\u00e4tte aber nicht vermutet, in der Stadt so viel davon vorzufinden und war begeistert. Das K\u00fcnstlerpaar BluBla und viele andere haben sich dort fleissig verewigt. Die Streetart ist dank D\u00e1rio Silva, einem Portugiesen und Sergio, einem S\u00fcdafrikaner so popul\u00e4r geworden. Man findet sie vor allem im Quartier Bairro do Levante und in der Rua da Fabrica. Weitere Infos zur Streetart in Olhao findet man bei der <a href=\"https:\/\/beckyinportugal.com\/2018\/01\/13\/art-history-olhao\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sattori Association und auf dem Blog von Becky: Streetart Olhao<\/a><\/p>\n<p>Das St\u00e4dtchen selbst ist eigentlich wegen seiner kubistischen Architektur und wegen seinem Hafen und der Fischerei bekannt. Die Markthallen dort sind ist toll und die kleinen Gassen spenden Schatten in der Mittagszeit. Die Atmosph\u00e4re des St\u00e4dtchens ist sehr entspannt und nicht viele Touristen verschl\u00e4gt es hierher. Es gibt ein sehr nettes kleines Museum, und ein kleines Viertel, in dem fr\u00fcher die Fischer gewohnt und gearbeitet haben. Mit Fisch scheint hier das Leben der Bewohner dicht verwoben zu sein, es war vor dem Tourismus die Haupteinnahmequelle, der Export von Kork aus dem Landesinneren ebenfalls. Bacalhau gibt es in allen erdenklichen Formen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.geo.de\/reisen\/21561-rtkl-olhao-hier-liegt-einer-der-schoensten-haefen-der-algarve\">Infos zu Olh\u00e3o<\/a><\/p>\n<h3>Lagos &amp; Ponta da Piedad<\/h3>\n<p>Mit der blauen Bummelbahn -Algarve Train Line- kann man auch in die andere Richtung an der K\u00fcste entlang von Faro nach Lagos tuckern, die Fahrt ist nett, kostet nur 7,50 Euro und man passiert Albufeira und Portimao. In Lagos weht ein anderer Wind. Es ist bekannt f\u00fcr die Seefahrt und das Sklavenmuseum. Heinrich der Seefahrer ist von hier zu seinen Expeditionen gestartet und hat Sklaven mitgebracht, welche in der Stadt verkauft wurden. Heute haben hier die Engl\u00e4nder, Franzosen und Deutschen \u00fcbernommen und die Stadt hat sich v\u00f6llig dem Tourismus angepasst. Ein Korkgesch\u00e4ft, Restaurant und Gelateria steht neben dem anderen, dazwischen fiedeln irische Strassenmusiker und Surferkids bev\u00f6lkern die Bars, es l\u00e4uft \u00fcberall Fussball. Der Strand und die Bucht sind toll, aber in die Jahre gekommen und wird von Partybooten und Yachten bev\u00f6lkert, die Hauptsaison geht hier anscheinend bis Mitte Oktober. Ende Oktober ist das St\u00e4dtchen dann auf einmal leerer, man erkennt das Kopfsteinpflaster und es f\u00fchlt sich authentischer an, die Einheimischen trauen sich wieder auf die Strassen. Ponta da Piedad ist ein toller Ausflug, mit dem Kajak kann man die Grotten erkunden und mit dem Velo kann man sch\u00f6n an der K\u00fcste entlang z.B. zum Praia Meia und bei Lindas Beach House einen Cafe trinken.<\/p>\n<p>Backpacker Hostels gibt es zu Hauf, aber auch viele Airbnbs und Hotels zum \u00dcbernachten.<\/p>\n<p>Hier gab es mehr Streetart zu bestaunen. Viele der Stromk\u00e4sten wurden verziert und in der Stadt findet man viele Auftragsarbeiten, welche vom <a href=\"https:\/\/www.lac.org.pt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LAC<\/a> initiiert wurden. Es ist ein ehemaliges Gef\u00e4ngnis, welches zum Kultur- und Kunstzentrum umgebaut wurde und bietet Workshops und Ausstellungen zum Thema Graffiti und Streetart an und stellt eine Strassenkarte mit den Kunstwerken in der Stadt zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<h3>Porto Covo und der Fishermans Trail<\/h3>\n<p>Weiter ging es von Lagos aus die Westk\u00fcste entlang, diesmal mit dem \u00dcberlandbus nach Porto Covo. Wir passieren Aljezul und Odejxe, welche vom Fenster aus sch\u00f6n aussehen. Porto Covo ist ein Lieblings Ort von mir, ein etwas verschlafener Fischerort mit weiss-blau get\u00fcnchten H\u00e4usern,\u00a0 direkt am Meer. Die alten M\u00e4nner des Dorfes sitzen schon morgens auf den Steinen der einzigen Hauptstrasse und tauschen den letzten Schnack aus, im Totto Lotto Gesch\u00e4ft werden Lose verkauft und in der Padaria fleissig Brot gebacken. Ein bisschen steht die Zeit hier still. Der Ort ist scheinbar eine Zwischenstation des sogenannten Fischermans Trails, einem Wanderweg, welcher 300km an der West-K\u00fcste entlangf\u00fchrt und viele Wanderer anzieht. Sch\u00f6n. Im Ahoy Hostel gibt Nikolai geduldig Auskunft \u00fcber die Beschaffenheit des Weges, sein Hund Nilu schl\u00e4ft friedlich daneben. Die Wellen und der Wind geben hier den Rhytmus vor, die M\u00f6wen singen ihr Lied. Aber er erz\u00e4hlt auch von den Problemen des Landes. Dass der Regen schon seit 5 Jahren nicht kommt, Spanien die Water-Supplies diesen Sommer gestrichen hat und die Waldbr\u00e4nde immer heftiger werden. Kein Wasser, keine Ernten. Keine Ernten, Hunger im Land. Wenn es so weiter geht, weiss er nicht, was passieren wird. Trotzdem beh\u00e4lt er seine Zuversicht und k\u00fcmmert sich herzlich um seine G\u00e4ste. Es wird schon werden. Es ist ja immer irgendwie gegangen.<\/p>\n<h3>Vila Nova de Milfontes<\/h3>\n<p>Vila Nova de Milfontes ist die n\u00e4chstgr\u00f6ssere Stadt, hier geht es schon gesch\u00e4ftiger zu, mehr H\u00e4user, mehr Einwohner mehr Touristen, die f\u00fcrs Surfen und den Strand hierher kommen. bei Mabis Croissanterie brummt schon morgens der B\u00e4r, die beste B\u00e4ckerei der Stadt, hier treffen sich Handwerker und Familien.<\/p>\n<p>Nebst den Touristen sieht man auch viele Nepalesen und Tamilen, sie arbeiten in der Umgebung auf den Feldern, sind zum Fr\u00fcchte pfl\u00fccken hier und bekommen oft nur einen Hungerlohn. Schlafen m\u00fcssen sie in sehr einfachen Unterk\u00fcnften. Einer von ihnen war mein Zimmernachbar, hier gab&#8217;s kein Female Dorm oder der Besitzer hat es verh\u00e4ngt mit der Reservation. Er musste hier vor\u00fcbergehend im Hostel schlafen, weil seine Unterkunft gerade renoviert wurde. L\u00e4ngerfristig will er sich aber selbst\u00e4ndig machen. Und mit was? Strawberry business. Er m\u00f6chte seine eigene Erdbeerfarm aufmachen und nicht mehr abh\u00e4ngig sein. Spannend.<\/p>\n<p>Viele Expats aus Deutschland, England und auch Polen und Frankreich mieten oder kaufen sich hier eine Wohnung oder gar ein Haus, die Preise seien aber auch hier in den letzten Jahren massiv angestiegen. Es ist eine lustige internationale Community hier, bestehend aus Architekten, K\u00fcnstlern, Theaterleuten, Filmemachern und Start-Ups. Auch sie erz\u00e4hlen von den Schwierigkeiten der letzten Jahre, trockenes Land, die Fabriken aus Sines verpesten die Luft, der Boden sei wegen dem Meer zu salzig um Gem\u00fcse anzubauen, Wasserknappheit herrscht,\u00a0 wenn es so weiter geht, auch mit den Waldbr\u00e4nden wird es gef\u00e4hrlich. Einer von ihnen hat einen Dokumentarfilm zum Thema gedreht &#8211; <em>Everything will change von Marten Persiel<\/em>. Ein Kollege von ihm &#8211; Ivo Carmo- ist Surflehrer bei der Surfschule Vagabond und hat in Lissabon Philosophie studiert und einen Artikel \u00fcber die Philosophie des Surfens geschrieben. Seine Frau kommt aus Manchester und ist K\u00fcnstlerin. Ein Berliner P\u00e4rchen hat einen Co-Workingspace er\u00f6ffnet und plant ein veganes Streetfood Festival in der Stadt. Ein polnischer K\u00fcnstler wohnt in der N\u00e4he von St. Louis und baut dort selbst Gem\u00fcse an. Eine Berlinerin war seit drei Jahren mit dem Van unterwegs und besucht immer wieder Freunde hier in der Region. Freunde von mir von N-type Architecture haben sich als Architekten in Cercal niedergelassen. Trotz der Schwierigkeiten lieben sie alle Alentejo, haben funkelnde Augen, wenn sie vom Leben in Portugal sprechen, schw\u00e4rmen vom Meer, der Freiheit hier, der Verbundenheit, der echten Freundschaft und den K\u00fcnstlern in St. Louis. Viele warnten mich vor Lissabon, dass die Stadt sich stark ver\u00e4ndert hat, der Charme von fr\u00fcher verpufft sei. We felt lost in the city. Ich konnte es mir nicht ganz vorstellen, da ich so viele sch\u00f6ne Erinnerungen mit der Stadt verband und war gespannt.<\/p>\n<h3>Lissabon<\/h3>\n<p>Bei der Weiterfahrt nach Lissabon mit dem Bus sieht man im Vorbeifahren Windpark Anlagen und Solarpanel Farmen, ein kleiner Versuch auf den Umstieg in erneuerbare Energie, aber dem Land fehlt immer noch das Geld. Ausl\u00e4ndische Investoren setzen haupts\u00e4chlich auf Tourismus und Immobilien, um das Land und die Bewohner k\u00fcmmert sich auf den ersten Blick keiner.<\/p>\n<p>Die Landflucht ist ebenfalls ein grosses Problem, generell fragte ich mich \u00f6fters, wie die \u00c4lteren hier zurecht kommen, barrierefrei geht anders. Entweder sind die Strassen in den St\u00e4dten immer noch mit Kopfsteinpflaster belegt oder Bordsteine \u00fcberhaupt nicht vorhanden oder so schmal, dass man niemals mit einem Rollstuhl darauf fahren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die Busse nicht sehr zuverl\u00e4ssig, je weiter man aufs Land kommt.<\/p>\n<p>Lissabon habe ich bisher zweimal besucht und war jedes Mal begeistert. Das erste Mal 2009, v\u00f6llig ohne Erwartung, einfach eine Stadt am Meer besuchen. Wir waren damals auf dem St. Antonius Fest, die Party war \u00fcberall, die Hostels neu und billig, Bairro Alto noch nicht \u00fcberlaufen, wir waren allerdings auch 13 Jahre j\u00fcnger. Letztes Jahr dann der zweite Besuch, hier war die Stadt leer, weil noch Corona war. Es war sch\u00f6n, durch die Gassen zu schlendern und mit der 28er Tram zu fahren, in die B\u00e4ckereien zu gehen und am Tejo zu sitzen. Und dieses Jahr dann der Schock. Touristen \u00fcberall. Auch wenn man selbst Tourist ist, ist man von der schieren Menschenmasse \u00fcberw\u00e4ltigt. Zumindest ging es mir so.<\/p>\n<p>Wo kommen all diese Leute her? Es ist doch Oktober. Anscheinend war es fr\u00fcher so mit Haupt- und Nebensaison, mittlerweile kann man behaupten, es herrscht das ganze Jahr Hauptsaison in der Stadt. \u00dcberall Deutsche, Amerikaner, Franzosen, Italiener. Alle am Pasteis de Nta mampfen, Cappuchino schl\u00fcrfen und durch&#8217;s Bairro Alto ziehen, Ginja probieren oder Croquetas de Bacalhau. Wow. F\u00fcr mich wars zu viel. Die erste Unterkunft befand sich zum Gl\u00fcck in einer etwas ruhigeren Strasse von Sao Bento, Rua de Cruz Poiaas, ein Airbnb. Hier war noch nicht so viel los, aber drei Strassen weiter war der Zirkus in vollem Gange. \u00c4hnlich wie in Barcelona und Paris zogen die Scharen vorbei. Man merkte, die Leute haben wieder Geld zum Reisen und wollen nach der Corona-Pandemie wieder reisen. Die Stadt am Tejo k\u00e4mpft und nicht nur die alten Trams und Kopfsteinpflaster \u00e4chzen. Sie k\u00e4mpft mit den Touristenmassen und Investoren, digitalen Nomaden und Expats. Der Spagat zwischen Traumdestination am Meer, Kultur und Lifestyle und w\u00fctenden Bewohnern, die sich die steigenden Preise nicht mehr leisten k\u00f6nnen und verdr\u00e4ngt werden, wird immer gr\u00f6sser. Die Patina br\u00f6ckelt. Braucht eine Pause.<\/p>\n<p>Trotzdem gibt es auch die sch\u00f6nen Seiten, wenn man sich etwas Zeit nimmt und den Hauptstrassen ausweicht. Z.B. mit der F\u00e4hre r\u00fcber nach Alcantara. Ins Museum Cercal mit einem wundersch\u00f6nen Aussichtspunkt, auch hier gibt es einen Fahrstuhl, zwar nicht vom Sch\u00fcler Eifels, daf\u00fcr auch mit sch\u00f6ner Aussicht auf Lissabon. Unten sieht man die ehemaligen Docs voll mit Graffiti und zwei kleine Restaurants direkt am Wasser. In Alcantara l\u00e4uft das Leben gem\u00e4chlich ab, nur eine Handvoll Touristen kommen hierher. Dann an einem anderen Tag mit dem Bus zum Caipirica Strand. Hier gibt es ein paar Surfschulen, Restaurants, aber der Strand ist riesig. Und einmal fr\u00fch aufstehen, um die ruhigen Strassen zu erkunden. Im Gulbenkian Park ist es auch etwas ruhiger, abgesehen vom Baustellenl\u00e4rm nebenan.<\/p>\n<p>Und es gibt viele kleine Gallerien in der Stadt und lokale Shops beginnen, eine Mischung zwischen Tradition und Moderne in ihre Produkte einfliessen zu lassen. Das Cafe Amica z.B. oder die Padaria de Portugues.<\/p>\n<p>Von Streetart wimmelt es in der Metropole. Bordhalo II ist auch hier wieder sehr pr\u00e4sent, er hat gerade eine sehr tolle Ausstellung in einem Aussenquartier &#8211; Evilution. Die LX Factory ist toll, eine ehemalige Textilfabrik, welche nun zwischengenutzt wird mit Restaurants, Cafes, K\u00fcnstlerateliers und Shops. Auch die Underdogs Gallery und Prato de Prada und das MAD- ein altes Herrschaftsgeb\u00e4ude, welches nun umgenutzt zu Ateliers wird, sind ebenfalls einen Besuch wert.<\/p>\n<p>Arbeiten kann man als digitaler Nomade in Lissabon sehr gut. Im Hostel, wenn man ein ruhiges Eck erwischt oder gerade keine Mitbewohner im Zimmer sind, oder in einem der vielen Co-Workings Spaces oder Bibliotheken. Z.B. im Ideas bei der Picoas Metrostation.<\/p>\n<p>Mit der Metro, dem Bus oder Tram oder auch der F\u00e4hre kommt man gut in der Stadt herum, kann sich ein aufladbares Ticket in einer der Metrostationen f\u00fcr 50 Cent kaufen und zahlt so nur 1,50 statt 2,00 f\u00fcr eine einfache Bus- oder Metrofahrt. Die ber\u00fchmte 28er Tram ist mit 3 Euro etwas teurer, hier kann man aber auch stattdessen die Elevator Trams benutzen, sieht so zwar nicht die ganze Stadt, aber hat das Fahrerlebnis der 7 H\u00fcgel;)<\/p>\n<p>Zum Essen gehen gibt es eine riesige Auswahl an portugisischen und internationalen Restaurants, es ist f\u00fcr jeden Geschmack etwas dabei. Angefangen bei den klassischen B\u00e4ckereien um &#8211; nat\u00fcrlich &#8211; das Pasteis de Nata zu probieren, \u00fcber verschiedene M\u00e4rkte, den Streetfood Markt im Times Out Markt, welcher zwar eine grosse Auswahl hat, aber auch recht teuer und \u00fcberlaufen ist. Lokale Restaurants erkennt man oft an der nicht so sch\u00f6nen Einrichtung, einfachen Tischen, unfreundlichen Kellnern, Neonlicht an der Decke und Platten von Pommes und Fisch auf den Tischen;)<\/p>\n<p>Aber es gibt f\u00fcr das Tou- Herz auch die hippen Bars und Restaurants, welche jede Landesk\u00fcche, egal ob vegan oder mit Fleisch anbieten.<\/p>\n<p>Portugal ist auf jeden Fall eine Reise wert und hat f\u00fcr jeden Geschmack etwas zu bieten, sei es die sonnige Algarve mit ihren kilometerlangen Sandstr\u00e4nden und dem Nachtleben, der wilde Westen mit den rauhen K\u00fcstenabschnitten und dem Fishermans Trail und Lissabon und Porto f\u00fcr&#8217;s Sightseeing. Ich freue mich auf den n\u00e4chsten Besuch \ud83d\ude42 Muito obrigada \ud83d\ude42<\/p>\n<h4>\u00dcbernachten<\/h4>\n<p>Faro &#8211;<\/p>\n<p>Jugendherberge<\/p>\n<p>Penguin Hostel<\/p>\n<p>Hostelicious<\/p>\n<h4>Essen<\/h4>\n<p>Le P&#8217;tit Bistrot<\/p>\n<p>Toto Loto B\u00e4ckerei<\/p>\n<p>Faro Praia<\/p>\n<p>Mit Bus Nr. 16, ca. 20 Minuten oder<\/p>\n<p>mit der F\u00e4hre ca. 15 Minuten<\/p>\n<p>Rio Farmosa, Naturschutzgebiet<\/p>\n<p>Praia de Faro<\/p>\n<p>Cafe de Ze<\/p>\n<p>Wax Hostel<\/p>\n<p>Lagos<\/p>\n<p>Pousada Juventude<\/p>\n<p>The Garden Restaurant<\/p>\n<p>Momo Express<\/p>\n<p>Kajak Tours<\/p>\n<p>Porto Covo<\/p>\n<p>Ahoy Hostel<\/p>\n<p>Restaurant Le Ignazio<\/p>\n<p>Lissabon<\/p>\n<p>Pousada Juventude<\/p>\n<p>Chillout Hostel<\/p>\n<p>Gulbenkian Museum<\/p>\n<p>Oceanium<\/p>\n<p>LX Factory<\/p>\n<p>Matchamama<\/p>\n<p>Quioske del Sol<\/p>\n<p>Chrack Kids Cafe and Gallery<\/p>\n<p>Prado de Prata Neighbourhood<\/p>\n<p>Underdogs Gallery<\/p>\n<p>MAD &#8211; Artist Residence Program<\/p>\n<p>Copenhagen Cafe<\/p>\n<p>Triennale Lissabon<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonne &amp; Wind an der Algarve Noch etwas Sonne tanken im Oktober, bevor der Winter kommt,\u00a0 Freunde in Alentejo &amp; Lissabon besuchen und den Lifestyle &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":326,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[37,1],"tags":[85,81,69,73,75,74,70,68,80,76,78,83,71,84,77,82,79,67,72,23,46],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/old.danielahorn.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/293"}],"collection":[{"href":"https:\/\/old.danielahorn.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/old.danielahorn.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/old.danielahorn.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/old.danielahorn.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=293"}],"version-history":[{"count":33,"href":"https:\/\/old.danielahorn.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/293\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":327,"href":"https:\/\/old.danielahorn.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/293\/revisions\/327"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/old.danielahorn.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/326"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/old.danielahorn.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=293"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/old.danielahorn.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=293"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/old.danielahorn.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=293"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}